Brennflecke richtig interpretieren – wenn Ihr Funkenspektrometer besondere Aufmerksamkeit benötigt

Viele der 50.000 Gießereien weltweit setzen auf die optische Emissionsspektrometrie (OES) als Prüfmethode für die Qualitätskontrolle im Schmelzprozess. Die Funkenspektrometer von Hitachi High-Tech tragen zu Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen bei, indem sie schnell und unkompliziert die genaue chemische Zusammensetzung ermitteln.

Damit Ihr Funkenspektrometer dauerhaft mit der nötigen Genauigkeit und Zuverlässigkeit arbeitet, ist es wichtig, auf erste Anzeichen zu achten, die darauf hindeuten, dass Ihr Gerät gewartet werden muss. Ein Hauptindikator für eine nachlassende Leistungsfähigkeit Ihres Funkenspektrometers sind schlechte Brennflecke. 

Wie sieht ein schlechter Brennfleck aus?

Ein schlechter Brennfleck deutet darauf hin, dass die Entladung nicht konzentriert ist. Eine diffuse Entladung führt zu einer unbrauchbaren Analyse. Auf zwei typische Erscheinungen sollten Sie bei den Brennflecken achten. Wenn der Brennfleck in der Mitte nicht deutlich umgeschmolzen ist oder wenn der Rand oder der Brennfleck komplett milchig weiß aussieht, handelt es sich um einen schlechten Brennfleck und Ihr Funkenspektrometer sollte einer Wartung unterzogen werden. Anders als bei einer diffusen Entladung weist ein guter Brennfleck eindeutig einen umgeschmolzenen Bereich im Zentrum auf, der von einem Kranz aus schwarzen Ablagerungen umgeben ist. Eine Abweichung von diesem äußerlichen Erscheinungsbild ist ein Zeichen für einen Leistungsabfall Ihres OES Analysegeräts.


Was tun bei schlechten Brennflecken?

Einfach gesagt, bedeuten schlechte Brennflecke, dass Ihr Funkenspektrometer nicht mehr so arbeitet, wie es sollte, und dass die Analyseergebnisse, die es liefert, wahrscheinlich ungenau sind. Gießereien müssen die chemische Zusammensetzung ihrer Produkte genau kennen, eine falsche Analyse kann hohe Kosten zur Folge haben. Wenn Ihr Funkenspektrometer schlechte Brennflecke erzeugt, sollten Sie zunächst einige Dinge überprüfen. 

Probenmaterial

Als erstes sollten Sie sich Ihr Probenmaterial genau ansehen. Prüfen Sie vor allem, ob das Material Einschlüsse, Poren oder Risse aufweist. Möglicherweise liegt das Problem darin, wie Sie die Proben präparieren. Ohne eine gute und sorgfältige Probenvorbereitung ist eine genaue OES-Analyse nicht möglich.

Argon 

Eine andere häufige Ursache für die Entstehung schlechter Brennflecke ist die Qualität des Argons, das Sie verwenden, oder auch die Argonversorgung. Für eine OES-Analyse sollte mindestens Argon der Reinheitsklasse 4,8 verwendet werden (99,998% Reinheit). Wenn Sie mit Ihrem Funkenspektrometer Gase wie Stickstoff bestimmen wollen, sollten Sie Argon der Klasse 5,0 (99,999% Reinheit) oder besser verwenden, um das Vorhandensein sonstiger Kontaminationen praktisch auszuschließen. Auch der richtige Flaschendruck ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Analysegerätes. Beachten Sie auf jeden Fall die Empfehlungen Ihres Argon-Lieferanten, bei welchem Mindestdruck Sie die Flasche ersetzen sollten.

Argonleitung

Auch die Leitungen der Argonzufuhr können die Ursache des Problems sein. Jede Undichtigkeit kann dazu führen, dass Gase von außen eindringen und das System kontaminieren. Wenn die Leitung (teilweise) verstopft ist, kann es sein, dass Verunreinigungen im System nicht vollständig entfernt werden können und auch dies sich negativ auf die Analyseleistung auswirkt.

Wenn Sie all diese Dinge geprüft und gegebenenfalls angepasst haben, sollten Sie mehrere Brennfleckprüfungen durchführen, um sicherzugehen, dass Ihr Funkenspektrometer wieder mit der geforderten Genauigkeit arbeitet. Wir empfehlen mindestens drei Brennfleckprüfungen.

Mehr Informationen über Brennflecke und OES Analyse

In unseren Leitfäden Prozesskontrolle für Gusseisen mit OES und Prozesskontrolle für Nichteisenmetalle mit OES gehen wir näher auf das Erkennen von Brandflecken ein. Laden Sie Ihr Exemplar herunter, indem Sie auf die Links oben oder auf die Schaltflächen unten klicken.

Leitfaden: Prozesskontrolle für Gusseisen Leitfaden: Prozesskontrolle für Nichteisenmetalle

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Datum: 18 December 2018

Autor: Wilhelm Sanders, Produktmanager

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