Sind Sie sicher, dass Sie Polystyrol richtig recyceln?

Europaweit ist das Recycling von Polystyrol (EPS), das den meisten unter dem alten Namen Styropor bekannt sein wird, auf dem Vormarsch. EPS enthält manchmal ein umwelt- und gesundheitsschädliches Flammschutzmittel. Die Idee der Kreislaufwirtschaft ist ein überzeugendes Konzept. Inzwischen werden weltweit entsprechende branchenübergreifende Recyclingrichtlinien und -vorschriften eingeführt. Zunehmend wird der komplette Lebenszyklus von Produkten betrachtet, wie etwa in Verpackungen, Fahrzeugen oder Gebäuden.

Doch es ist nicht immer einfach festzustellen, ob es sich um EPS mit oder ohne Flammschutzmittel handelt. Allerdings bewahrt nur die Gewissheit darüber Unternehmen davor, Polystyrol aus Unwissenheit falsch zu recyceln und Gefahr zu laufen, dafür ein hohes Bußgeld zu zahlen. Durch Verwendung von Röntgenfluoreszenz-Handgeräten wird der dafür notwendige Prüfprozess schneller und preisgünstiger, erklärt Produktmanagerin Christelle Petiot.

Aktuelle Herausforderungen

Bestimmte Sorten von Polystyrol enthalten Hexabromocyclododecan (HBCD), ein bromhaltiges Flammschutzmittel. Diese Polystyrole werden üblicherweise zur Isolierung in Gebäuden verwendet. Durch den Zusatz der Chemikalie soll die Entflammbarkeit reduziert werden.

Seit 2016 ist die Verwendung von HBCD in Europa verboten und Polystyrol, das mehr als 1000 mg/kg dieser Substanz enthält, muss als Sondermüll behandelt werden. Das heißt, die normalen Entsorgungs- und Recyclingwege sind nicht zulässig. Polystyrol mit HBCD muss stattdessen verbrannt werden, was die Entsorgungskosten um ein Dreifaches erhöht.

Auch Länder außerhalb Europas haben diesen Standard eingeführt. In den USA prüft die Umweltschutzbehörde (EPA) zurzeit, ob von HBCD ein Risiko für die menschliche Gesundheit ausgeht.


So kann Röntgenfluoreszenztechnik helfen

Als sehr effiziente Lösung bietet sich für Abfallentsorgungsbetriebe der Einsatz eines X-MET8000 Analysegerätes an. Gleichzeitig sollte dazu aber auf jeden Fall unsere Anleitung zur Vorbereitung von Polystyrol-Proben beachtet werden.

Der X-MET8000 von Hitachi High-Tech ist ein Handanalysegerät auf Röntgenfluoreszenzbasis. Mit diesem Gerät lässt sich leicht der Bromgehalt in Polystyrolabfällen bestimmen. Um HBCD von anderen bromhaltigen Verbindungen unterscheiden zu können, sind jedoch einige Dinge bei der Probenvorbereitung zu beachten.
Recyclingbetriebe und Abrissunternehmen können auf diese Weise den Gehalt von HBCD in Polystyrol schnell und kostengünstig messen. Früher mussten die Proben an Prüflabore geschickt werden. Dies verursachte zusätzliche Kosten und Zeitverzögerungen.

Mit dem X-MET8000-Analysegerät und der richtigen Probenvorbereitung kann der HBCD-Gehalt in wenigen Minuten direkt vor Ort bestimmt werden.


Erfahren Sie mehr über das X-MET8000


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Datum: 10 October 2018

Autor: Christelle Petiot, RFA Produktmanager

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