Prüfen Sie Trinkwasserleitungen und -armaturen auf Bleirückstände?

Nach neuesten Untersuchungen werden auf die Belastung des menschlichen Körpers durch Blei genauso viele vorzeitige Todesfälle zurückgeführt wie auf das Rauchen. Für die USA wird hier eine Zahl von 412.000 vorzeitigen Todesfällen jährlich genannt. Aufgrund der vergleichsweise großen und leicht zugänglichen Bleivorkommen und der guten Formbarkeit von Blei (Pb) wird dieses Element seit Jahrhunderten für die Herstellung von Wasserleitungen verwendet. Erst im zwanzigsten Jahrhundert wurde in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen, dass Blei gesundheitsschädlich ist. Die Aufnahme von Blei mit der Nahrung und das Einatmen von Blei können Schäden am Gehirn, an den Nieren und am Nervensystem verursachen, vor allem bei kleinen Kindern und bei Schwangeren. In diesem Zusammenhang kommt der Röntgenfluoreszenz-Technik (RFA) für den Schutz der menschlichen Gesundheit eine besondere Rolle zu.

Das Blei kann ins Trinkwasser übergehen, wenn die Bauteile der Wasserversorgungssysteme (wie z.B. Leitungen aus Blei, Messingarmaturen und Bleilot) korrodieren. Bis 1980 wurden in Häusern in der Regel mit Blei verlötete Kupferrohre verwendet. Um zu verhindern, dass Blei durch Auswaschen in das Trinkwasser gelangt, wurden bestehende Trinkwasserleitungen aus Blei vielfach durch Kupferleitungen ersetzt, die korrosionsbeständig, dicht gegen Auswaschungen und langlebig sind.

Auch heute ist jedoch die Verwendung von bleihaltigem Lot noch weit verbreitet. In älteren Trinkwasserversorgungssystemen - aus der Zeit, als es noch keine Korrosionsschutzmaßnahmen gab - findet man nach wie vor Muffen und Absperrhähne aus Messing. Da bleifreie Muffen in der Herstellung teurer sind, werden für Versorgungssysteme, die nicht für Trinkwasser genutzt werden, immer noch bleihaltige Bauteile verwendet, oder auch in Ländern, in denen die Sicherheitsvorschriften nicht so hoch sind.

 

Vorschriften weltweit

Seit 1974 gilt in den USA der Safe Water Drinking Act. In dieser Verordnung sind sehr strenge Sicherheitsvorschriften für Trinkwasser festgelegt. 1991 führte die amerikanische Umweltschutzbehörde (EPA) die Blei- und Kupfer-Richtlinie ein, die die zulässigen Werte für Blei und Kupfer in Trinkwasser regelt. Allerdings zeigen neueste Schlagzeilen, dass das Thema Blei, Kupfer oder sonstige Metalle im Trinkwasser immer noch aktuell ist. Um die Versorgung der Bevölkerung mit gesundem Trinkwasser sicherzustellen, arbeitet die EPA derzeit an einer Überarbeitung der Vorschriften für bleihaltige Trinkwasserleitungen.

In Hongkong finden im Moment umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an der dortigen Trinkwasserversorgung statt. Nach den bitteren Erfahrungen aus einem Bleivergiftungsskandal im Jahr 2015 und einem knapp abgewendeten ähnlichen Skandal Ende 2017 will Hongkong im Rahmen dieser Maßnahmen nun noch höhere als die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgeschlagenen Standards einführen.

In Europa ist die Verwendung von bleihaltigen Leitungen seit den 1970er Jahren grundsätzlich verboten. Trotz dieses seit vier Jahrzehnten bestehenden Verbotes gibt es immer noch Gebäude, bei denen die Leitungen vom öffentlichen Trinkwassersystem zum Hausanschluss teilweise oder auch komplett aus Bleirohren bestehen.

Die Röntgenfluoreszenzanalyse als Lösung

Die Röntgenfluoreszenzanalyse (RFA) ist eine bewährte, zerstörungsfreie Methode zur sekundenschnellen Bestimmung von Elementen in Metalllegierungen und vielen anderen Materialien. Die Handanalysegeräte aus der X-MET8000-Serie von Hitachi High-Tech eignen sich hervorragend für Schnelltests von Leitungen und Armaturen in neuen und älteren Wasserversorgungseinrichtungen. Die Geräte der X-MET8000-Serie können auch für Eingangsprüfungen und zur Qualitätskontrolle in der Fertigung eingesetzt werden. Auch vor einer Installation oder Reparatur kann mit ihnen schnell überprüft werden, ob für die geplante Maßnahme die richtigen Bauteile aus dem Lager entnommen wurden.

Zuverlässige Messung von Bleigehalten in zwei Schritten:

Zielen und messen

Mit unseren RFA-Handgeräten wird der Prüfvorgang zum Kinderspiel: Richten Sie das Gerät auf des Testobjekt und drücken Sie einfach auf den Startknopf. Die Ergebnisse erscheinen sofort auf dem Display. Die Anzeige kann individuell angepasst werden, indem für die einzelnen Elemente Grenzwerte (zulässig/unzulässig) definiert werden, z.B. Pb > 0.25% = UNZULÄSSIG). So weiß der Bediener sofort, was zu tun ist.

Optionale Small-Spot-Messflächenreduzierung für Messung der Schweißnähte 

Schweißnähte sind oftmals sehr schmal. Mit Hilfe der integrierten mechanischen Blende können Sie die Messung so auf den Lötbereich begrenzen, dass das umgebende Material unberücksichtigt bleibt. Optional liefern wir auch Geräte mit eingebauter Kamera, die es dem Bediener besonders einfach macht, das Gerät gezielt auf die Schweißnaht auszurichten. Die Ausstattung mit einer Small-Spot-Messflächenredzierung ist bei den Modellreihen Expert und Optimum unserer X-MET8000-Serie möglich.

Die Hand-Analysegeräte ermöglichen eine schnelle und zuverlässige Werkstofferkennung, die Bestimmung der chemischen Zusammensetzung für positive Materialidentifizierungen (PMI), Messungen im Rahmen der Qualitätssicherung in der Fertigung und die Vor-Ort-Überprüfung von bestehenden Wasserversorgungsanlagen. Dank ihrer Bedienerfreundlichkeit und ihres robusten und ergonomischen Designs sind diese Geräte die perfekte Wahl für jede Metallprüfaufgabe.

Möchten Sie mehr über die Geräte aus der X-MET-Serie von Hitachi High-Tech erfahren? Dann setzen Sie sich noch heute mit uns in Verbindung oder vereinbaren Sie einen Termin für eine Produktdemonstration.

Mehr erfahren


Diesen Blog teilen

Datum: 13 July 2018

Autor: Christelle Petiot, RFA Produktmanager

Diesen Blog teilen

Blogs


Eines der schnellsten Werkzeuge für die Analyse und Bestimmung von Aluminiumlegierungen

Mehr erfahren

Fallstudie: FOUNDRY-MASTER Optimum unterstützt Jialilai bei der Qualitätskontrolle seiner Produkte mit schnellen und präzisen Metallanalysen

Mehr erfahren

Fallstudie: FOUNDRY-MASTER Pro2 bei Jansen Recycling

Mehr erfahren